Was ist Qigong?
"Aufgespannt zwischen Himmel und Erde..."
Qigong (Chi Kung, Qi Gong) ) ist eine jahrtausendealte Selbstheilungsmethode der traditionellen chinesischen Medizin. Schon vor unserer Zeitrechnung finden sich die ersten Nachweise der Qigong-Praxis. „Qi“ bedeutet soviel wie Lebensenergie und „Gong“ meint beständiges Üben. Wie bei der Akupunktur geht man von der Vorstellung eines Systems von Leitbahnen, genannt „Meridiane“, aus, die den gesamten Körper durchziehen. Der freie Fluss der Lebensenergie, des Qi, wird durch das Qigong gefördert und soll zu Wohlbefinden und Gesundheit führen.
Die philosophische Grundlage für die Entstehung der meisten Qigong-Formen ist der Taoismus, der Buddhismus und die Lehre von Yin und Yang. In der Traditionellen Chinesischen Medizin bildet das Qigong neben der Akupunktur und der Kräuterheilkunde eine der drei Säulen des Erfolgs.
Es gibt Übungen in Ruhe und Übungen in weicher fließender Bewegung. Die Atemtechnik, Konzentration sowie die Imagination spielen darüber hinaus eine zentrale Rolle. Die Intensität der Ausführung wird von den Übenden selbst an die jeweilige Belastbarkeit angepasst.
Qigong beeinflusst die körperliche und geistige Konstitution des Menschen. Auf der physischen Ebene stellen sich möglicherweise Entspannung, Verbesserungen im Bereich des Stoffwechsels, des Nervensystems und der Beweglichkeit ein. In der Prophylaxe zahlreicher Zivilisationskrankheiten hat sich Tai Chi und Qigong ebenfalls bewährt. Insgesamt kann bei regelmäßigem Training eine Stärkung und Revitalisierung stattfinden.
Unter mentalen und emotionalen Aspekten bewirkt diese asiatische Methode Klarheit der Gedanken und eine gute Konzentrationsfähigkeit.
Insbesondere im Umgang mit Stress und Entspannung kann Tai Chi und Qigong eine hilfreiche Art sein, Ruhe zu finden und mit optimistischer ausgeglichener Haltung den Tag zu begehen. Die Übungen des Qigong zielten, historisch gesehen, auf ein langes Leben und die Verhinderung frühzeitigen Alterns ab.
Häufiger Einsatz von Qigong in folgenden Bereichen:
Gelenkserkrankungen - Rückenproblemen - Bluthochdruck - Depressionen - Diabetes - Übergewicht - Verdauungsbeschwerden - Schlafstörungen - Schmerztherapie - Erschöpfungssyndrome, auch "burn out" - begleitend bei Krebspatienten -Allergien - Tinnitus - Schwangerschaft und Geburt - Verbesserung der Empfängnisbereitschaft - Kraftschöpfen vor und nach der Geburt -Gynäkologische Erkrankungen - Klimakterische Beschwerden - in der Traumatherapie - in der Psychotherapie bei Neurosen - "auf festem Fuß ins hohe Alter"
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